EINIGE GEDANKEN …..

….. ÜBER MASSENFEINDLICHEN TERROR UND WIE DIESER VOM KAPITALISTISCHEN STAATSAPPARAT AUSGENUTZT WERDEN SOLL

 

Aktuell wird ja rauf und runter der Anschlag auf eine Kabelbrücke in Berlin diskutiert. Dieser führte dazu, dass die Bevölkerung eines recht großen Stadtgebietes, das heißt zehntausende Menschen, abgeschnitten war von notwendiger Versorgung mit Strom. Nun gibt es ja inzwischen diverse Theorien darüber, wer denn für diesen Anschlag verantwortlich ist. Und es gibt diverse Schreiben von sogenannten Vulkangruppen, welche sich entweder zu diesem Anschlag, oder aber auch zu früheren Anschlägen bekennen, aber den aktuellen als Machwerk des kapitalistischen Staatsapparates deklarieren. Dies muss ja tatsächlich auch nicht so abwegig sein, insbesondere wenn man bedenkt, welche Rolle der kapitalistische Staatsapparat bspw. beim Anschlag auf den Knast in Celle, innerhalb der RAF und den Taten der feigen NSU Mörderbande gespielt hat. Aber was ist in diesem Zusammenhang das eigentliche Hauptproblem für uns Linke in diesem Land? Da würde ich mal vermuten, das Hauptproblem das sich für die ernsthafte Linke dieses Landes stellt, also diejenigen die das kapitalistische System mit einer fortschrittlichen Stoßrichtung grundsätzlich in Frage stellen ist, dass ein Großteil der Bevölkerung und insbesondere der arbeitenden Bevölkerung, sich durchaus vorstellen kann, dass dieser massenfeindliche Anschlag von Linken begangen wurde. Das heißt zumindest von Kräften die sich als Linke bezeichnen.

 

WOHER KOMMT DIESER RUF?

 

Nun, mal abgesehen davon, dass es ja immer noch keine Aufarbeitung des Scheiterns des Sozialismus gegeben hat, haben ja insbesondere die letzten sechs Jahre die Glaubwürdigkeit von vorgeblichen linken Positionen zurecht nicht gestärkt und leider auch von tatsächlichen linken Positionen nicht unbedingt gestärkt. Wobei das Hinterherhecheln von weiten Teilen dessen was sich als Linke versteht, hinter den dekadenten, teilweise schon perversen, im Wesentlichen aber antiindustriellen und rückwärtsgewandten Mainstream der herrschenden kapitalistischen Klasse ja auch schon länger stattfindet.

 

Aber was geschah nun in den letzten etwa sechs Jahren? Meiner Meinung nach gab es eine Reihe von Widerstandsakten, Revolten und quasi schon begrenzten Aufständen, in denen beträchtliche Teile der Bevölkerung involviert waren, welche eigentlich und ganz natürlich eine gute Möglichkeit für uns Linke geboten hätten unsere vorwärtsweisenden Ideen zu verbreiten. Und uns insbesondere aufgrund des Wissens über die Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklungen eine wichtige Rolle bei der Bündelung einer solchen Unzufriedenheit gegenüber dem kapitalistischen Staatsapparat zu ermöglichen. Auch wenn vielleicht nicht alle Rebellen in solch einer Auseinandersetzung unbedingt von Anfang an diese als eine antikapitalistische begriffen hätten. Ich schätze es aber so ein, das diverse Auseinandersetzungen ein geeignetes Feld gewesen wären, in der wir Linke dieses Landes den grundsätzlichen Widerspruch in der Gesellschaftsordnung hätten deutlich machen können und eigentlich auch müssen. Tatsächlich aber sind beträchtliche Teile der Linken dem kapitalistischen Mainstream gefolgt. Das heißt, mal abgesehen von dem ganzen dekadenten Kram, der von weiten Teilen der Linken immer gerne wiedergekäut wird und den sittlichen Verwerfungen, ist es insbesondere diese rückwärtsgewandte Öko-Ideologie, an der nicht wenige Linke hängen und welche in großen Teilen der Bevölkerung zurecht auf starke Ablehnung stößt.

 

DIVERSE VERPASSTE CHANCEN, UM HIER AUS DER DEFENSIVE ZU KOMMEN.

 

Angefangen bei einer Bewegung für ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum, geht es über die Corona-Diktatur, der Bauernrebellion, der äußerst kritischen Haltung des ganz überwiegenden Teils der Bevölkerung zu explodierenden Energiepreisen und der damit einhergehende Deindustrialisierung, endet dieses Debakel vorerst damit, das beträchtliche Teile dessen, was sich als Linke begreift, die aktuelle Kriegstreiberei noch beflügelt, bzw. sie zumindest nicht ausreichend angreift.

 

Warum sind denn die Teilnehmerzahlen von Demonstrationen die sich gegen Wohnungsnot und unbezahlbare Mieten gerichtet haben, zumindest in Berlin, dermaßen eingebrochen? Das sich die Aktivisten und Organisatoren solcher Demonstrationen letzten Endes nicht gegen diese vollkommen idiotische und existenziell bedrohende Öko-Ideologie in Bezug auf Wohnungsbau und damit auf die Bezahlbarkeit von Wohnungen gerichtet haben, wird der Mobilisierungsfähigkeit diesbezüglich sicher nicht sonderlich förderlich gewesen sein. Wenn dazu noch das Eintreten für eine Autofreie Stadt und die Lobhudelei für Klimakatastrophen-Sekten wie „Die letzte Generation“ einen besonderen Stellenwert in der Propaganda einnehmen, sind dies bestimmt weitere schwerwiegende Gründe, welche Mieter und Wohnungssuchende sicher eher abgeschreckt denn motiviert haben. Und um dem ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, latscht dann doch tatsächlich eine damalige amtierende Ministerin der grünen Bande mitten in einer der letzten Mieterdemonstrationen mit. Begleitet von mehreren zivilen bewaffneten Bütteln des kapitalistischen Staatsapparats als Leibgarde, womit Organisatoren und Aktivisten offensichtlich kein Problem hatten. Das könnte vielleicht für den Einen oder Anderen der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte.

 

Aber dies ist ja überhaupt eine ganz krasse Haltung von beträchtlichen Teilen der Linken, die Affinität für dieses ganze pseudolinke Gelumpe, welches sich gerne in Regierungs- und anderen Ämtern des kapitalistischen Staates suhlt. Und da sind auch nicht wenige, doch eher radikaler denkende Genossen, nicht ganz frei von. Jedenfalls war eine solche Haltung dann scheinbar auch die Grundlage für breite Teile der Linken, sich in verachtenswerter Weise gegen die Menschen zu richten, die sich in der Demokratiebewegung gegen die Corona-Diktatur zusammengeschlossen hatten. Pöbeleien, körperliche Angriffe und insbesondere eine üble Hetze gegen solche Menschen, die sich gegen die Willkür des kapitalistischen Staatsapparates zur Wehr setzten, waren an der Tagesordnung. Das lief dann parallel und in gewisser Weise unterstützend zur teilweisen äußerst brutalen Unterdrückung des kapitalistischen Staatsapparates ab. Auch von Aktivisten und Organisatoren der Mieterbewegung fand eine solche Hetze von den Lautsprecherwagen statt. Das ist nicht zu entschuldigen und war sicher ein weiterer Sargnagel für die Mobilisierungsfähigkeit für solche Projekte. Die Millionen Menschen jedenfalls, welche sich trotz massiver Bedrohung beharrlich weigerten, sich irgendwelche obskuren Mittel spritzen zu lassen und die hunderttausenden Aktivisten der Demokratiebewegung in diesem Zusammenhang, wurden ebenfalls weitestgehend schmählich im Stich gelassen.

 

Auch die revoltierende Bauernbewegung, die sich durchaus einer relativ großen Sympathie über ihre eigene Klientel hinaus erfreuen konnte, war leider nicht in der Lage unter den grünversifften Anschauungen so breiter Teile der Linken zu bestehen und nennenswerte Unterstützung aus dieser Richtung zu erlangen. Maßnahmen und Anordnungen des Staates und des EU-Apparates, die teilweise absurd und existenzbedrohend für bäuerliche Betriebe waren, hatten viele Bauern und Unterstützer auf die Straße getrieben. In beeindruckender Weise füllten sie in diversen Städten mit ihren Traktoren und Demonstrationen die Straßen und wurden dabei von der sogenannten Normalbevölkerung an den Kreuzungen und auf Balkonen nicht selten beklatscht. Nun, wer gegen grüne Absurditäten aufsteht, findet wohl durchaus immer breitere Unterstützung in der Bevölkerung, muss es aber wohl heutzutage auch ertragen, als rechts diffamiert zu werden. In jedem Fall muss er aber in Kauf nehmen, von beträchtlichen Teilen der Linken nicht unterstützt zu werden.

 

Die Empörung innerhalb der Bevölkerung bezüglich explodierender Energiekosten, reicht ja inzwischen bis weit in bürgerliche Schichten. Energieabschaltungen, weil die Kosten nicht mehr bezahlt werden können, Insolvenzen von Handwerks- und anderen Kleinunternehmen, sind doch hier inzwischen an der Tagesordnung. Aber selbst mittlere und größere Unternehmen haben hier ja inzwischen mit der künstlich beförderten Verteuerung der Energie erheblich zu kämpfen, zunehmende Deindustrialisierung ist die offensichtliche Folge. Ebenfalls die Folge sind Unsicherheiten bezüglich der Energieversorgung des Landes, aber auch Störungen der Netzstabilität über die Grenzen des Landes hinaus. Und was ist der Grund, wenn man weiten Teilen der herrschenden Klasse aber leider auch weiten Teilen dessen was sich als Linke begreift glauben sollte, so ist es die fast schon greifbare Klimakatastrophe. Diese angebliche Bedrohungslage erfordert Maßnahmen, die oben beschriebene Auswirkungen haben, die aber vorgeblich zwingend durchgeführt werden müssen um die Welt noch irgendwie vor dem Untergang zu retten. Mal abgesehen davon, dass niemand einen Klimawandel leugnet, dieser findet sicher statt seit die Welt existiert. Das in diesem Zusammenhang aber so einiges an Unsinn bis hin zu Idiotie verbreitet wird, gehört in diesem Zusammenhang ebenfalls zur Wahrheit dazu, die aber nicht mehr ungestraft ausgesprochen werden darf. So ist es leider auch in dieser Hinsicht so, dass die Bevölkerung von weiten Teilen der Linken im Stich gelassen wird. Absurderweise ist es die AFD, die zwar so einiges an rückständigem bis reaktionärem verbrät, bspw. in der Frage der Energiegewinnung und Versorgung des Landes, aber teilweise vernünftige Forderungen vertritt, verkehrte Welt.

 

Seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, findet nun eine seit langem nicht mehr gekannte Kriegstreiberei von Seiten der westlichen Imperialisten und ihrer NATO statt, wobei sich Deutschland in einem Maße hervortut, das nicht unbedingt zu erwarten war. Die Rolle Russlands in diesem Zusammenhang ist durchaus fragwürdig und auch teilweise zu verurteilen, nur Russland ist eben nur ein Protagonist derjenigen Kräfte welche dieses Blutbad in diesem Raum zu verantworten haben. In Deutschland jedenfalls scheint wieder so einiges aus der Gruft gestiegen zu sein, was schon in der Vergangenheit für riesige Menschenschlächtereien verantwortlich war, damit hatten viele sicher nicht mehr gerechnet das dies nochmal möglich ist. Und wie verhält sich die Linke gegenüber dieser Entwicklung? Leider nicht angemessen meiner Meinung nach. Auch hier wieder diese Verquickung mit den Staatslinken, die durchaus den westlichen Imperialisten und ihrer NATO behilflich sind, in ihrem Kampf gegen den ganz bösen und homophoben Putin. Die Bewegung gegen die monströsen Kriegsvorbereitungen kommt jedenfalls bisher nicht wirklich voran.

 

Allerdings hat die neuerlich aufgeflammte alte Auseinandersetzung im Nahen Osten in Palästina/Israel einiges in Bewegung gebracht. Plötzlich steht doch der antiimperialistische und antikolonialistische Kampf wieder im Vordergrund, zumindest für einen nennenswerten Teil der hiesigen Linken. Nicht irgendwelche sittlichen Verwerfungen, nicht irgendwelche Bäume die gerettet werden müssen sind so wichtig und stehen im Vordergrund, sondern der Kampf gegen die Massaker an der palästinensischen Zivilbevölkerung und die Unterdrückung jeglicher Selbstbestimmung von Palästinensern durch die Zionisten, sind zur aktuell wichtigsten Frage für viele linke Aktivisten geworden. Das bekommen sie dann aber auch sofort zu spüren, dass sie den vorgegebenen und erlaubten Rahmen von Aktivitäten für dekadente und gesellschaftlich rückschrittliche Entwicklungen verlassen haben. Das Ausmaß in dem gegen die palästinasolidarische Bewegung vorgegangen wird, kannte man lange nicht mehr, außer vielleicht beim Vorgehen gegen Teilnehmer von Manifestationen der Demokratiebewegung gegen die Corona-Diktatur.

Verbotene und aufgelöste Demonstrationen zuhauf, brutale Vorgehensweisen gegen Demonstranten und massenhafte Festnahmen seit über zwei Jahren, da merkt man doch gleich, wo es den Herrschenden weh tut. Und um das Bild auch wieder komplett zu machen, gesellen sich auch gleich wieder angebliche Linke zu dieser reaktionären Einheitsfront hinzu und betätigen sich als zionistische und imperialistische Lautsprecher. Wieso solche dem Imperialismus hörigen Elemente hier immer noch als Linke durchgehen können, ist wirklich nicht nachvollziehbar.

 

DER RUF DER LINKEN INSGESAMT, IST JEDENFALLS IM MOMENT NICHT DER BESTE.

 

Dies ist nun meine bescheidene Meinung und die darf auch gerne widerlegt werden. Aber mein Eindruck, dass wir als Gesamtlinke, und so ist ja auch immer das Bild das weite Teile der Bevölkerung haben, eher als abgehoben, elitär und mit kruden Vorstellungen behaftete Truppe gelten, die keine Vorstellung von den Bedingungen der arbeitenden unteren Schichten der Bevölkerung hat. Befasst mit vollkommen abgedrifteten Vorstellungen über Geschlechter und gesellschaftlich gewachsenen Erkenntnissen bezüglich der sittlichen Verfasstheit einer Gesellschaft. Beschäftigt mit der Etablierung einer eigenen elitären Sprache, einem Kauderwelsch, das zurecht von einer ganz überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung strikt abgelehnt wird, findet diese zwar Anklang in Teilen der herrschenden Klasse, aber in der Normalbevölkerung jedenfalls nicht.

 

Und dies kommt ja sozusagen nun noch oben drauf, auf das was schon vorher erwähnt wurde. Wenn in dieser Gemengelage dann noch zig Anschläge auf Bahnanlagen, Stromanlagen und andere Anschläge stattfinden, welche den normalerweise schon anstrengenden Alltag von arbeitenden Menschen noch zusätzlich erschweren, muss sich doch niemand darüber wundern das der Ruf immer mehr in den Keller rutscht. Wenn sich zu solchen Anschlägen mal stolz bekannt wird, oder sich mit einer gewissen Sympathie dazu geäußert wird, verschiedentlich aber auch auf den Staatsapparat verwiesen wird, soll sich doch ebenfalls niemand wundern, dass solche massenfeindlichen Anschläge letzten Endes eben doch alle der Linken angelastet werden. Die Linke dieses Landes steht doch inzwischen bei vielen Menschen für eine Bewegung, die gegen den Fortschritt in Wissenschaft und Technologie auftritt. Gerne mit dem grünversifften Teil der herrschenden Klasse insbesondere gegen die arbeitende Bevölkerung agiert und totalitäre Methoden gegen den „unwissenden und dummen“, vielleicht sogar „rechten“ Teil der Bevölkerung zumindest toleriert, wenn nicht sogar befürwortet.

 

Natürlich ist das in solcher Absolutheit falsch und unfair. Diejenigen Genossen, die sich ehrlich abrackern für das erringen einer fortschrittlichen Gesellschaftsform, werden vollkommen zu Unrecht von solchen Vorwürfen erwischt. Aber jeder der es ernst meint mit dem Kampf für eine fortschrittliche Zukunft, sollte vielleicht auch mal oben geschilderte Beobachtungen kritisch hinterfragen, ob da an der einen oder anderen Stelle vielleicht doch ein reales Bild gezeichnet wurde. Ich jedenfalls meine, dass es durchaus solch eine kritische Haltung gegenüber uns Linke in der Bevölkerung gibt und halte sie eben auch für nicht unberechtigt. Mich schaudert durchaus ebenfalls, wenn selbst von kommunistischen Gruppierungen teilweise sich an gesellschaftliche Strömungen drangehangen wird, welche dekadent und rückwärtsgewandt sind. Ich meine, es gibt jedenfalls genug Gründe für uns Linke von dem hohen Ross auf dem wir uns als Gesamtlinke durchaus befinden, mal wieder runterzukommen. Die Erfordernisse des Klassenkampfes und die Notwendigkeit ein mörderisches, unmenschliches und vor allem überlebtes System endlich auf den Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen, sollten doch dafür Ansporn sein. Ansonsten könnten wir als Linke uns vielleicht auch mal für Fehlentwicklungen die stattgefunden haben entschuldigen, oder sie zumindest erklären. Wäre vielleicht kein schlechter Ansatz um die Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung, insbesondere der arbeitenden wieder zu erlangen. Das könnte vielleicht auch die aktuellen Versuche des kapitalistischen Staatsapparates, die massenfeindlichen Anschläge als Vorwand für ein verstärktes Vorgehen gegen uns Linke zu benutzen, ins Leere laufen lassen.

 

Zum Schluss wie so häufig der Hinweis, habe die Weisheit eben auch nicht mit Löffeln gefressen, kann alles gerne widerlegt werden. Da aber die Möglichkeiten heute so begrenzt sind politisch zu streiten, der Versuch auf diesem Wege.

 

 

K. Lehmann   27.1.2026

 

 

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